Mittwoch, 7. November 2012
Montag, 5. November 2012
KlIscHEes
Es wird ja immer von DEM Hartz-IV-Empfänger geredet und in einsilbigen Zeitungen davon geschrieben. Ein kleines privates Beispiel dieser angenommen Einseitigkeit:
Alleinerziehende Mutter dreier Kinder
IT-Systemadministratorin
Sonderschüler ohne Abschluss
Ungelernte mit Ausbruch psychischer Krankheit kurz vor der Abiturprüfung
Alleinstehender in Wohngemeinschaft mit pflegebdürftiger Mutter
Mann kurz vor Rente, der seine Frau täglich im Pflegeheim besucht
Mutter einer 15jährigen, behinderten Tochter
Junger Obdachloser, mit mehr Schulden, als er abbezahlen kann
Frau mit abgebrochenem Medizinstudium
Ingenieur aus Afghanistan, Vater von sechs Kindern
dazu noch Menschen mit diversen Krankheitsbildern und gesundheitlichen Einachränkungen mit einem Arbeitswillen, der übersteigt, was gut für sie ist.
Nur so am Rande.
Alleinerziehende Mutter dreier Kinder
IT-Systemadministratorin
Sonderschüler ohne Abschluss
Ungelernte mit Ausbruch psychischer Krankheit kurz vor der Abiturprüfung
Alleinstehender in Wohngemeinschaft mit pflegebdürftiger Mutter
Mann kurz vor Rente, der seine Frau täglich im Pflegeheim besucht
Mutter einer 15jährigen, behinderten Tochter
Junger Obdachloser, mit mehr Schulden, als er abbezahlen kann
Frau mit abgebrochenem Medizinstudium
Ingenieur aus Afghanistan, Vater von sechs Kindern
dazu noch Menschen mit diversen Krankheitsbildern und gesundheitlichen Einachränkungen mit einem Arbeitswillen, der übersteigt, was gut für sie ist.
Nur so am Rande.
aBBiLD
Das regelmäßige Angebot Bewerbungsfotos zu machen, wird von dem Teilnehmer mit folgener Begründung abgelehnt:
"Nee, meine Larve fetzt nich!"
...
(Frau H.)
"Nee, meine Larve fetzt nich!"
...
(Frau H.)
beGRUeNDunG
Anwesenheitspflicht wird ja manchmal eher als Richtlinie interpretiert, einer weiter amüsante Begründung für Abwesenheit:
"Ich konnte wirklich nicht kommen, ich hatte Termine."
"Was denn für Termine?"
"Ich musste Kreissäle anschauen."
"Sind sie schwanger?"
"Nein mit meiner Freundin."
"Und warum mussten sie da mitgehen?"
"Na, meine Freundin ist doch blind, da brauch die jemanden der mitgeht"
"Und das war so dringend?"
"Sie überlegt halt ein Kind zu bekommen, das geht ja nicht immer."
Genau.
(Frau K.)
"Ich konnte wirklich nicht kommen, ich hatte Termine."
"Was denn für Termine?"
"Ich musste Kreissäle anschauen."
"Sind sie schwanger?"
"Nein mit meiner Freundin."
"Und warum mussten sie da mitgehen?"
"Na, meine Freundin ist doch blind, da brauch die jemanden der mitgeht"
"Und das war so dringend?"
"Sie überlegt halt ein Kind zu bekommen, das geht ja nicht immer."
Genau.
(Frau K.)
Montag, 17. September 2012
bILaNz
...zweier Wochen Urlaub:
Eine Teilnehmerin hat ihr Baby verloren
Eine Teilnehmerin ist spurlos verschwunden
Eine Teilnehmerin hat eine Krebsdiagnose bekommen
und ein Teilnehmer hatte binnen der letzten Woche sechs Bewerbungsgespräche.
Post-Urlaubs-Schock inklusive.
(Frau K.)
Eine Teilnehmerin hat ihr Baby verloren
Eine Teilnehmerin ist spurlos verschwunden
Eine Teilnehmerin hat eine Krebsdiagnose bekommen
und ein Teilnehmer hatte binnen der letzten Woche sechs Bewerbungsgespräche.
Post-Urlaubs-Schock inklusive.
(Frau K.)
Samstag, 15. September 2012
prAKTische erINNEruNG
Annekdoten aus fünf Monaten Streetwork:
Strukturhilfe beim Umgestalten der Wohnung einer Klientin. Seltsame Gerüche ist man ja inzwischen gewohnt. Beim Zertreten des Bettes fällt auf, dass unter der Spantplatte (ca 3cm Platz zum Fußboden) noch irgendwas sein muss: Beim Anheben wird etwas, wie ein überfahrenes Tier sichtbar.
(Fast) Alle Beteiligtinnen verlassen "Ieh, eine Ratte!"kreischend den Raum.
Eine viertel Stunde beruhigungsarbeit später fragt die Klientin:
"Das war aber schon eine Ratte, oder?"
"Wieso?"
"Weil mein Exfreund mir vor zwei Jahren erzählt hat, dass ihm mein Chinchilla weggelaufen ist..."
[Vielsagende Blicke unter den Sozialarbeitern]
"Nein, auf gar keinen Fall, das Tier hatte keinen haarigen Schwanz. Das was bestimmt eine Ratte"
Als ob zwei Jahre mit einem toten Tier unterm Bett schlafen nicht schon schlimm genug ist...
(Frau K.)
Donnerstag, 16. August 2012
tIscHgespRÄcH
Abschieds und Dankesgeschenke von Teilnehmern sind selten, gern aber Tassen.
Die Größe der Tasse wird wie folgt demonstriert:
"Also die Tasse ist definitiv größer als die anderen! Schau mal, ich komme da sogar mit beeden Oochen rein!"
Der Kreisrunde Abdruck der Tasse im Gesicht meiner Kollegin zeichnet sich auch nach der Demonstration noch eine Weile weiß ab: von den Mundwinkeln bis über beide Augenbrauen...
(Frauen K. und K.)
verStÄndIguNG
Bitte von Oben:
Dozenten und SozPäds sollen sich und ihr Thema den Teilnehmern immer vernünftig vorstellen.
Kopfkino:
Dozent: "He Ho, Let's Go!"
Teilnehmer: Modul Bewegung? Oder doch Englisch?
(Frauen A. und A.)
Dozenten und SozPäds sollen sich und ihr Thema den Teilnehmern immer vernünftig vorstellen.
Kopfkino:
Dozent: "He Ho, Let's Go!"
Teilnehmer: Modul Bewegung? Oder doch Englisch?
(Frauen A. und A.)
notFaLl
Anruf aus der 2km entfernten Zweigstelle:
Der doch recht beleibte Teilnehmer sitze mit entblößtem Po und Bauch am Schreibtisch und es müsse jetzt unbedingt ein Sozialpädagoge "rüberkommen" um mit ihm darüber zu reden, dass es so ja nicht geht.
gesagt, getan-der Pflichtbewusste SozPäd wirft sich aufs Privatrad und radelt los. Angekommen: ein Tipp unter vier Augen, will ja keiner, dass andere reden...
Am Ende des Gesprächs steht der Teilnehmer auf, zieht sich die Hose hoch und das T-Shirt runter, fragt "Gut so?" und das wars dann schon...
Lohnender Außeneinsatz, so zu sagen.
(Frau K.)
Der doch recht beleibte Teilnehmer sitze mit entblößtem Po und Bauch am Schreibtisch und es müsse jetzt unbedingt ein Sozialpädagoge "rüberkommen" um mit ihm darüber zu reden, dass es so ja nicht geht.
gesagt, getan-der Pflichtbewusste SozPäd wirft sich aufs Privatrad und radelt los. Angekommen: ein Tipp unter vier Augen, will ja keiner, dass andere reden...
Am Ende des Gesprächs steht der Teilnehmer auf, zieht sich die Hose hoch und das T-Shirt runter, fragt "Gut so?" und das wars dann schon...
Lohnender Außeneinsatz, so zu sagen.
(Frau K.)
Mittwoch, 15. August 2012
auFgErÄUMt
Freitag:
Die Ausbilder bringen die Wochennachweise der Teilnehmer (Nachweis über deren Aktivitäten und daher von hoher Wichtigkeit) zu den zuständigen Sozialpädagogen. Einige Sozpädagogen veranstalten vom Putz- und Räumteufel ergriffen noch schnell einen Büro-Großputz.
Montag:
Ankündigung einer Tiefenprüfung. Bedeutet: der Geldgeber will sehen, dass wir unsere Arbeit konzeptgemäß machen. Termin: Donnerstag.
Paniküberprüfung, ob alle Akten zertifizierungsgemäß geführt sind.
Bilanz: drei Wochennachweise vom Freitag fehlen! Und das auch noch in Akten, die vor kurzem schon einmal komplett überarbeitet worden sind.
Fest steht:
Sie waren da
Sie wurden von mehreren Leuten gesehen
Die Teilnehmer jetzt aufzufordern die Nachweise neu zu schreiben, bedeutete das Risiko, dass diese sich bei der Befragung beschweren, dass wir ihr Zeug immer veschmeißen....
Dienstag:
Mindestens zwei Kolleginnen haben von den fehlenden Nachweisen geträumt! Der suchenden Kollegin ist das für sie sonst übliche Lachen und Strahlen vergangen. Die Sucherei wird zunehmend hysterischer (ihr Büro, unser Büro, das Ausbilderbüro, das Sekretariat, Akten, Ablagen, Ordner, Papeirkörbe...)
Mittwoch:
Bei den gemeinsamen Mahlzeiten werden die Morddrohungen mit nur noch einem zwinkernden Auge ausgesprochen. Mutmaßungen und Anschuldigen werden diskutiert.
13:22 Uhr geht dann folgende E-Mail an alle Kollegen:
Asche auf mein Haupt
… und A. ist ab sofort die
Königin der Büroorganisation!!!!!!!!!!
Ich hab sie … ich hab sie wieder …!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Besser gesagt: A. hat sie gefunden - in meinen Unterlagen
fein säuberlich abheftet,-- bei natürlich jemand anderen.
Also : alle Morddrohungen wieder aufgehoben
Weiter fein fleißig sein und Achtung beim Abheften!
(Frau A.)
Dienstag, 14. August 2012
aLLtAg #2
Bilanz eines duchschnittlichen Arbeitstages:
6 Einzelgespräche (ungezählte zwischen Tür und Angel)
ca 2780 Schritte inkl. ca. 300 Stufen aufwärts
eine Packung Taschentücher
bestimmt zwei Stunden warten auf irgenndwas oder irgendwen und auf dem Heimweg dreimal von den selben Kollegen in der Straßenbahn überholt werden, während man winkend ins die Pedale tritt...
6 Einzelgespräche (ungezählte zwischen Tür und Angel)
ca 2780 Schritte inkl. ca. 300 Stufen aufwärts
eine Packung Taschentücher
bestimmt zwei Stunden warten auf irgenndwas oder irgendwen und auf dem Heimweg dreimal von den selben Kollegen in der Straßenbahn überholt werden, während man winkend ins die Pedale tritt...
mOTIvaTIon
Was es bedeutet sozialarbeiter zu sein:
... ab und zu reden zu halten, die einen selbst fast zu Tränen rühren.
... ab und zu reden zu halten, die einen selbst fast zu Tränen rühren.
Donnerstag, 9. August 2012
anRUF #2
Kurz vor Feierabend klingelt das Telefon:
"Ja hallo, ich sollte gestern bei Ihnen vorsprechen, ich habs aber nicht gefunden! Ich bin drei Stunden auf und ab gelaufen und hab auch gefragt. Die Polizei und auch die Feuerwehr wussten nichts! Ich sogar an 'nem Feld und da war aber überall nichts.
ich kann ja auch so schlecht laufen und habe auch Prbleme mit meiner Tochter, die wohnt ja nicht bei mir. Und wenn ich bei ihnen da was mit Computer machen muss, da muss ich erstmal in der Einrichtung nachfragen, ob ich das einfach so darf, die Daten meiner Tochter [vollständiger Name] weitergeben.
Und ich hab das auch wirklich nicht gefunden, ich bin dem Bus gefahren, und da unter der Brücke dort ausgestiegen und dann die Straße langgelaufen. Drei Stunden!- Ich habe aber nichts gefunden. [...]"
(Frau K.)
RaTtE mAL!
Eine Geschichte aus der Kochausbildung in der DDR der 80er Jahre:
Der Lehrling wird zum Salami holen in den Keller geschickt. Als die zwei Salamis in den Händen des Küchenchefs liegen, fällt etwas auf:
"Saaache ma, haste die angefressen? Hast wohl Knast gehabt?"
Unschuldsmiene auf Seiten des Lehrlings.
"Wenn ich rausfinde, dass du die angefressen hast, dann friste 'ne Ganze, das versprech ich dir!"
Nach kurzer Recherche stellt sich heraus, dass sich im Keller Ratten eingenistet haben. Rattenfallen kaufen wird zur Lehrlingsaufgabe erkoren.
Eine Woche später holt der rattenfallenkontrollierende Lehrling den Küchenchef in Keller.
"Or, was denn los? Haste ne ersoffene Ratte gefundn, odr was?"
In der Tat. Im Faß für das lose Sauerkraut segnete eine Ratte das Zeitliche.
Der Lehrling ist unschlüssig wie jetzt weiter zu verfahren ist, da man normalerweise schon nicht mit bloßen Händen in dieses Faß greifen darf um die Ware nicht zu verderben.
"Na, holse raus und rühr' um!"
...
(Frau H.)
Donnerstag, 2. August 2012
bRIEFwEcHseL
Wer nicht zur Auftaktveranstaltung erscheint, wird zur nächsten in der Folgewoche eingeladen. Manchmal hat einer da auch zehn auf einmal.
Beim Drucken von Nummer 10:
"An: Herrn XY [letzer auf der Liste]- Sehr geehrter Herr AB [erster auf der Liste]"- nur ein Brief mit korrekter Anrede unter den gestern abgesendeten war auch ein falscher dabei.
Korrektur: halbe Stunde.
Beim Unterschreiben auf dem Kopierer: Mit dem Kuli Loch ins Papier gemacht weil über Spalte unterschrieben...
(Frau K.)
Wenn jemand lange nicht auftaucht, wird er zum persönlichen Gespräch eingeladen.
Brief 1: falsches Gesprächsdatum- einen Tag später gemerkt
Brief 2: richtiges Gesprächstdatum, falscher Ansprechpartner- kurz nach dem Absenden gemerkt
Brief 3: endlich alles richtig
Meinung des Teilnehmers: unbekannt
(Herr S.)
Beim Drucken von Nummer 10:
"An: Herrn XY [letzer auf der Liste]- Sehr geehrter Herr AB [erster auf der Liste]"- nur ein Brief mit korrekter Anrede unter den gestern abgesendeten war auch ein falscher dabei.
Korrektur: halbe Stunde.
Beim Unterschreiben auf dem Kopierer: Mit dem Kuli Loch ins Papier gemacht weil über Spalte unterschrieben...
(Frau K.)
Wenn jemand lange nicht auftaucht, wird er zum persönlichen Gespräch eingeladen.
Brief 1: falsches Gesprächsdatum- einen Tag später gemerkt
Brief 2: richtiges Gesprächstdatum, falscher Ansprechpartner- kurz nach dem Absenden gemerkt
Brief 3: endlich alles richtig
Meinung des Teilnehmers: unbekannt
(Herr S.)
kRaNK?
Wächst ein Blinddarm eigentlich nach, wenn man ihn rausgenommen bekommt? Wozu ist der eigentlich da?
Freitag, 27. Juli 2012
dANKbAr
Es gibt so den ein oder anderen Teilnehmer, den würde man am liebsten einen Kakao kochen und ihnen zeigen, wie es gehen könnte, damit sie möglichst bald ein vernünftiges Leben führen können. So war es auch mit Herrn Z.
Herr Z. ist anfang 30, hat mal ein paar Semester Elektrotechnik studiert, dann aber mehrere Suchtproblematiken entwickelt. Zu Beginn der Maßnahme ist er selten da, bringt hie und da einen Krankenschein. Irgendwann entscheidet er sich es zu versuchen. Wenn er da ist, glänzt er mit Höflichkeit und Zurückhaltung, man möchte ihn als fast scheu bezeichnen. Wenn er im Einzelgespräch sitzt, schaut er einem nie in die Augen, seine Arme sind uneben von den vielen parallel verluafenden Narben.
Gegen Ende der Maßnahme fehlt der Teilnehmer nochmal, schreibt aber E-Mails, mal mehr, mal weniger freundlich. Die letzten vier Wochen ist er dann wieder anwesend. Nach dem Abschlussgespräch sieht man nur nochmal seinen Kopf in der Tür: Er habe sich einiges Positives aus der Maßnahme ziehen können und vielen Dank für die Geduld mit ihm-dann ist er schneller weg als man hätte darauf reagieren können, nur die Gänsehaut bleibt zurück.
(Herr S.)
(Herr S.)
Dienstag, 24. Juli 2012
KindEr, kINDeR
Der Teilnehmer ist 25 Jahre alt. Seine Partnerin etwas älter.
Sie hat eine Tochter.
Gemeinsam hat das Paar zwei Kinder.
Sie bekommt bald das vierte Kind, nicht vom Teilnehmer.
Der Teilnehmer fehlt einen Tag ohne Abmeldung. Darauf angesprochen erzählt er, dass seine Partnerin auging und ihn für mehr als 24 stunden mit den Kindern allein ließ. Hochschwanger.
(Frau K.)
Sie hat eine Tochter.
Gemeinsam hat das Paar zwei Kinder.
Sie bekommt bald das vierte Kind, nicht vom Teilnehmer.
Der Teilnehmer fehlt einen Tag ohne Abmeldung. Darauf angesprochen erzählt er, dass seine Partnerin auging und ihn für mehr als 24 stunden mit den Kindern allein ließ. Hochschwanger.
(Frau K.)
beRichT
Am Ende des Aufenthalts eines Teilnehmers in der Maßnahme muss der Sozialpädagoge einen Bericht verfassen, eine Art Resümee. Auffällig:
- Kontakte sind telefinonisch
- dem Lebenslauf rennt man schon seit vier Monaten hinterher
- eigentllich wusste die Teilnehmerin seit Februar, dass es mit der Betreuung für ihr geistig beeinträchtigtes Kind in den Sommerferien schwierig wird: man telefoniert 2 volle Tage durch die ganze Stadt, bekommt am Ende genau den Namen der Person, die man zu erst angerufen hat um dann festzustellen, dass der Antrag in Frage bereits gestellt wurde und alle Unterlagen vorliegen. Anruf bei der Teilnehmerin um ihr die guten Nachrichten mitzuteilen: das Kind in Frage geht ans Telefon "die Mama ist beim Onkel". Anruf auf dem Mobiltelefon der Teilnehmerin:sie sei gerade im Keller...
(Frau K.)
- Kontakte sind telefinonisch
- dem Lebenslauf rennt man schon seit vier Monaten hinterher
- eigentllich wusste die Teilnehmerin seit Februar, dass es mit der Betreuung für ihr geistig beeinträchtigtes Kind in den Sommerferien schwierig wird: man telefoniert 2 volle Tage durch die ganze Stadt, bekommt am Ende genau den Namen der Person, die man zu erst angerufen hat um dann festzustellen, dass der Antrag in Frage bereits gestellt wurde und alle Unterlagen vorliegen. Anruf bei der Teilnehmerin um ihr die guten Nachrichten mitzuteilen: das Kind in Frage geht ans Telefon "die Mama ist beim Onkel". Anruf auf dem Mobiltelefon der Teilnehmerin:sie sei gerade im Keller...
(Frau K.)
kRaNK
Ein Teilnehmer fehlt seit über einer Woche unentschuldigt. Anruf wegen des Krankenscheins- Teilnehmer gibt an, ihn in den Briefkasten des Trägers geworfen zu haben, vor mehr als 20 Tagen. wir wissen von nix. Er stimmt ein die eingescannte Version des Kranknescheins nochmal an uns zu schicken.
Die E-Mail kommt und auf dem Krankenschein steht ein vollkommen anderer Name, der auf einen Migrationshintergrund hinweist. Erneuter Anruf beim Teilnehmer: er hat bisher kein Auge auf den Krankenschein geworfen, der Fehler des Arztes ist ihm nicht aufgefallen....
(Frau K.)
Die E-Mail kommt und auf dem Krankenschein steht ein vollkommen anderer Name, der auf einen Migrationshintergrund hinweist. Erneuter Anruf beim Teilnehmer: er hat bisher kein Auge auf den Krankenschein geworfen, der Fehler des Arztes ist ihm nicht aufgefallen....
(Frau K.)
Montag, 23. Juli 2012
EiNLaduUnG
Im Innenhof des Maßnahmegebäudes:
Ein Teilnehmer (ca. 60 Jahre, 150cm) verkündet mit laustark, dass heute sein letzter "Arbeitstag" sei. Glück- und Erholungswünsche für den Urlaub und die anstehende Kur werden ausgesprochen, dann er:
"Und danach fahre ich noch privat in den Urlaub, nach Polen mit meiner Mutter!"
"Na dann wünsche ich Ihnen viel Spaß!"
"Wolln' se nicht mitkommen?"
"Lieber nicht."
"Warum?"
"Zu viel zu tun." (schon im gehen)
"Ach komm', lass die Scheiße liegen ..." (ruft er noch, der Rest ist zum Glück nicht mehr zu verstehen)
(Frau K.)
Ein Teilnehmer (ca. 60 Jahre, 150cm) verkündet mit laustark, dass heute sein letzter "Arbeitstag" sei. Glück- und Erholungswünsche für den Urlaub und die anstehende Kur werden ausgesprochen, dann er:
"Und danach fahre ich noch privat in den Urlaub, nach Polen mit meiner Mutter!"
"Na dann wünsche ich Ihnen viel Spaß!"
"Wolln' se nicht mitkommen?"
"Lieber nicht."
"Warum?"
"Zu viel zu tun." (schon im gehen)
"Ach komm', lass die Scheiße liegen ..." (ruft er noch, der Rest ist zum Glück nicht mehr zu verstehen)
(Frau K.)
Freitag, 6. Juli 2012
beWERBunG
ein sehr häufig in unserem Büro anwesender Teilnehmer kommt zum xten Mal vorbei und bringt eine seiner höchst eigensinnigen Bewerbungen zum Kontrollieren vorbei. Auf dem Weg nach Draußen murmelt er ncoh etwas unverständlich aber mit großem Strahlen:
"Ich wünsche Ihnen noch ein wunderschönes Wochenende"
Die Kollegin, noch vollkommen in ihren Bericht vertieft antwortet:
"Ist schon in Ordnung."
Dabei ging es doch gar nicht mehr um seine Bewerbung...
(Frau B.)
"Ich wünsche Ihnen noch ein wunderschönes Wochenende"
Die Kollegin, noch vollkommen in ihren Bericht vertieft antwortet:
"Ist schon in Ordnung."
Dabei ging es doch gar nicht mehr um seine Bewerbung...
(Frau B.)
wOCHenENDE?
Am Ende einer Arbeitswoche bin ich gleichzeitig komplett alle und kurz vor dem Platzen. Ich habe diese Woche zugesehen wie sich eine Teilnehmerin, gerade so angetrocknet von der letzten Traufe, wieder direkt ins nächste Gewitter manövriert. Ich suchte diverse Teilnehmer und fürhrte zum Teil sehr seltsame Telefonate, ich ließ mch sogar anschreien.
Ich fühle mich jetzt am Freitag, kurz nach 11, als ob ich gleich Feierabend hätte. Was ich dann mache, kann ich mich aber noch nicht entscheiden: absacken in der Wohnung oder raus. Meiner inneren Betriebsamkeit zufolge muss ich raus, Dampf ablassen- was auch immer das bedeuten mag, mitten in der Sommerpause...
(Frau K.)
(Frau K.)
Mittwoch, 4. Juli 2012
anRuF
Anruf eines Teilnehmers, dem eine Zwangsräumung droht:
"Hallo? Frau A? Ich möchte Ihnen grad mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern, ich habe gestern den
Schlüssel bekommen, nur dass sie bescheid wissen"
"Hallo Herr XY, ist das der Schlüssel für eine eigene Wohnung? Haben Sie die Genehmigung vom Jobcenter dafür?"
"Nee, das ist due Bude von nem Kumpel, ich kann da mein Zeuch neintragen."
"Achso, ok. Dann weiß ich bescheid und sag überall bescheid, dass sie nicht vermisst werden"
"Ja, is' bloß dass ich alles aleene schleppen muss. Moment bitte..."
[rumpelnde Geräusche aus dem Hintergrund "Was ist denn jetzt hier los? ;Ach leck mich doch am
Arsch! " und ähnliches]
"Hallo?, ja entschuldigung, dieser Automat wollte Bargeld..."
"Ja, das ist aber nun mal so, ich seh sie dann ja morgen, da klären wir wie es weitergeht"
"Ich war ja auch gestern beim Zahnarzt [genaue Ausführungen] "
"Herr XY das besprechen wir alles morgen, wenn sie wieder hier sind. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!"
"Ja, und was machen Sie heute noch so?"
"Arbeiten wie immer, ich muss jetzt auch auflegen, da kommt gerade ein neuer Teilnehmer."
[Eine Kollegin ruft laut aus dem Hintergund sie brauche Unterstützung, damit das Gespräch beendet werden kann]
(Frau K.)
"Hallo? Frau A? Ich möchte Ihnen grad mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern, ich habe gestern den
Schlüssel bekommen, nur dass sie bescheid wissen"
"Hallo Herr XY, ist das der Schlüssel für eine eigene Wohnung? Haben Sie die Genehmigung vom Jobcenter dafür?"
"Nee, das ist due Bude von nem Kumpel, ich kann da mein Zeuch neintragen."
"Achso, ok. Dann weiß ich bescheid und sag überall bescheid, dass sie nicht vermisst werden"
"Ja, is' bloß dass ich alles aleene schleppen muss. Moment bitte..."
[rumpelnde Geräusche aus dem Hintergrund "Was ist denn jetzt hier los? ;Ach leck mich doch am
Arsch! " und ähnliches]
"Hallo?, ja entschuldigung, dieser Automat wollte Bargeld..."
"Ja, das ist aber nun mal so, ich seh sie dann ja morgen, da klären wir wie es weitergeht"
"Ich war ja auch gestern beim Zahnarzt [genaue Ausführungen] "
"Herr XY das besprechen wir alles morgen, wenn sie wieder hier sind. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!"
"Ja, und was machen Sie heute noch so?"
"Arbeiten wie immer, ich muss jetzt auch auflegen, da kommt gerade ein neuer Teilnehmer."
[Eine Kollegin ruft laut aus dem Hintergund sie brauche Unterstützung, damit das Gespräch beendet werden kann]
(Frau K.)
Dienstag, 3. Juli 2012
nAcHFRaGe
Die Teilnehmerin ruft an, um zu sagen, dass ihr Kind krank ist.
Wir informieren sie, dass ein Krankenschein nötig ist, da der Tag sonst als unentschuldigt gilt.
Es sei ihr egal, sie gehe nicht zum Arzt, knallt den Hörer auf.
Zwei Tage später die Begründung für den rüden Abgang:
Wir hätten nicht nach dem Befinden des Kindes gefragt und dies sei unhöfllich.
...
(Frau K.)
Wir informieren sie, dass ein Krankenschein nötig ist, da der Tag sonst als unentschuldigt gilt.
Es sei ihr egal, sie gehe nicht zum Arzt, knallt den Hörer auf.
Zwei Tage später die Begründung für den rüden Abgang:
Wir hätten nicht nach dem Befinden des Kindes gefragt und dies sei unhöfllich.
...
(Frau K.)
sUcHT
Chaos und Stress, mittendrin Erstgespräch mit einem rotgesichtigen Teilnehmer:
"Gibt es irgendwelche Einschränkungen bei Ihnen, Herr XY?"
"?"
"Na.. haben Sie ein Suchtproblem?"
"Also ich habe schon ein verändertes Trinkverhalten."
...
(Frau K.)
"Gibt es irgendwelche Einschränkungen bei Ihnen, Herr XY?"
"?"
"Na.. haben Sie ein Suchtproblem?"
"Also ich habe schon ein verändertes Trinkverhalten."
...
(Frau K.)
Montag, 25. Juni 2012
einSATZ
Zwei Teilnehme rtragen gemeinsam einen Tisch, der eine:
"Mior laifd dor Schweeeß n Arsch nundor."
...
(Frau K.)
"Mior laifd dor Schweeeß n Arsch nundor."
...
(Frau K.)
Mittwoch, 20. Juni 2012
uMzuG
- Teilnehmer steht mit Räumungsklage in der Hand da
- Räumungsklage nicht gegen ihn
- Er wohnt in Wohnung des Freundes, der in Haft ist
- Kein Untermietvertrag
- Vermieter sagt: Raudi
- Gerichtsvollzieher sagt: flinke Füße
- Teilnehmer sagt: war ich nicht, bin ich nicht
- Wohnungslosenhilfe hilft
- Teilnehmer hat Fahne, sagt war ich nicht
- Kaugummi
- Jobcenter sagt: als Notfall vorsprechen
- Wohnungslosenhilfe sagt: selber Wohnung mieten, kein Wort vom Rauditum
4 Stunden am Telefon, 4 Kaugummis ärmer, 3 Stunden Einzelgespräch, 4 Gesprächsprotokolle und 3 Seiten Bericht
wird fortgesetzt...
(Frau K.)
Montag, 18. Juni 2012
hOcHlEIstUNg
Bei einer Androhung einer Sanktion des ALG IIs bekommt ein Teilnehmer auf dem angehängten Anhörungsbogen die Chance Stellung zu nehmen. So geschehen bei Frau XY.
Im Gespräch werden Faktoren gesammelt, die ihre Lage begründen und erläutern. Frau XY braucht aber Hilfe bei der Formulierung. Der Text ist ca. ein Seite lang. Ihn zu schreiben hat eine viertel Stunde gedauert. Frau XY braucht fast 40 Minuten um den Text abzuschreiben. Danach ist sie vollkommen erschöpft.
Mit dieser scheinbar 'kleinen' Aufgabe hat Frau XY es schon geschafft, die ien oder andere Zehe über ihre persönliche Leistungsgrenze zu setzen. Den Tag danach meldet sie sich krank.
(Frau K.)
Im Gespräch werden Faktoren gesammelt, die ihre Lage begründen und erläutern. Frau XY braucht aber Hilfe bei der Formulierung. Der Text ist ca. ein Seite lang. Ihn zu schreiben hat eine viertel Stunde gedauert. Frau XY braucht fast 40 Minuten um den Text abzuschreiben. Danach ist sie vollkommen erschöpft.
Mit dieser scheinbar 'kleinen' Aufgabe hat Frau XY es schon geschafft, die ien oder andere Zehe über ihre persönliche Leistungsgrenze zu setzen. Den Tag danach meldet sie sich krank.
(Frau K.)
Samstag, 16. Juni 2012
abWeCHsLuNG
Teamarbeit, statt eines Turmes gibts 'ne Jurte und einen Wehrturm- NACH dem üblichen Tässchen Kaffee versteht sich. Fließender Unterricht und die Sozialen Kompetenzen des Tages (von den Teilnehmer festgelegt)
- nicht auf Tische zu kacken
-und eine Rauchen zu gehen statt mit Messern zu werfen (kommt schon mal vor)
(Frau K.)
- nicht auf Tische zu kacken
-und eine Rauchen zu gehen statt mit Messern zu werfen (kommt schon mal vor)
(Frau K.)
PrOkraSTinaTiON
Donnerstag:
Abschlussberichte, Vorbeireitung Soziales Kompetenztraining, DaF Unterricht.
Realität:
Unterricht, Doppelkeks, Korrekturlesen, weil man jemanden nicht mehr erriechen konnte...
Vorbereitung bis 22.30Uhr
(Frau K.)
Abschlussberichte, Vorbeireitung Soziales Kompetenztraining, DaF Unterricht.
Realität:
Unterricht, Doppelkeks, Korrekturlesen, weil man jemanden nicht mehr erriechen konnte...
Vorbereitung bis 22.30Uhr
(Frau K.)
Mittwoch, 13. Juni 2012
psYchOHYgIeNE
Mitten im größten Trubel: Auszeit.
Frederik Freiherr von Furchensumpf
und
De Maulwurfn.
Fünf SozPäds 10 Minuten vor einem Rechner. Das ganze Haus hört mit.
und:
Telefonhörer mit Klebeband am Telefon befestigt. Eine halbe Stunde warten, dass es klingelt. als die Kollegin den Hörer fallen lässt: Schallendes Gelächter. An anderen Ende: die Vorgesetzte.
Nebenbei: Akten zusammengeheftet, Zigarettenpackungen mit Kelebeband luftdicht verpackt, Kugelschreiber an den Tisch geklebt.
ein Zetten auf der Tastatur:
Schönen Feierabend!
(Frau K.)
Frederik Freiherr von Furchensumpf
und
De Maulwurfn.
Fünf SozPäds 10 Minuten vor einem Rechner. Das ganze Haus hört mit.
und:
Telefonhörer mit Klebeband am Telefon befestigt. Eine halbe Stunde warten, dass es klingelt. als die Kollegin den Hörer fallen lässt: Schallendes Gelächter. An anderen Ende: die Vorgesetzte.
Nebenbei: Akten zusammengeheftet, Zigarettenpackungen mit Kelebeband luftdicht verpackt, Kugelschreiber an den Tisch geklebt.
ein Zetten auf der Tastatur:
Schönen Feierabend!
(Frau K.)
iDeALIsmuS
Was tun mit einer Gruppe, für die einen ganzen Tag lang kein Ausbilder verfügbar ist?
Natürlich, die SozPäds müssen ran. Soziales Kompetenztraing.
Ideen? Patch-work-Konzept und Erfahrungsklau.
Idee für die Zukunft: Ein Tag, ein Film!?
Bei so viel Tatendrang trieb es der Kollegin doch tatsächlich zwei Tränchen in die Knopfaugen...
(Frau K.)
Natürlich, die SozPäds müssen ran. Soziales Kompetenztraing.
Ideen? Patch-work-Konzept und Erfahrungsklau.
Idee für die Zukunft: Ein Tag, ein Film!?
Bei so viel Tatendrang trieb es der Kollegin doch tatsächlich zwei Tränchen in die Knopfaugen...
(Frau K.)
Dienstag, 12. Juni 2012
aNWesEnHEIt
Teilnehmer haben Anwesenheits- und Mitwirkungspflicht.
Fehlt ein Teilnehmer unentschuldigt, wird versucht ihn zu aktivieren.
Nach längerer ungeklärter Abwesenheit sitzt ein Teilnehmer in unserem Büro:
"Herr XY, wir haben Sie mehrfach eingeladen, angeschrieben und angerufen. Warum haben Sie nicht reagiert?"
"Na ich woar orbaidn."
"Arbeiten? sowas müssen Sie uns doch aber mitteilen. Wo waren Sie denn arbeiten?"
"In Bayrn, beim Wanderzirkus."
"Und warum haben Sie dann nicht auf unsere Anrufe reagiert?"
"Ich hadde mir 'n Fuß vorlädzd, deswegen konnd isch nisch gomm...Un isch hadde och geen
Gäld"
"Und Sie sind jetzt nicht mehr da weil..."
"Weil'sch mir'n Fuß vorlädzd habbe!"
Teilnehmer wieder da, Fuß ganz. Nur jedes Mal wenn er den Raum verlässt klingt das Manegenlied in unseren Köpfen...
(Frau K.)
Fehlt ein Teilnehmer unentschuldigt, wird versucht ihn zu aktivieren.
Nach längerer ungeklärter Abwesenheit sitzt ein Teilnehmer in unserem Büro:
"Herr XY, wir haben Sie mehrfach eingeladen, angeschrieben und angerufen. Warum haben Sie nicht reagiert?"
"Na ich woar orbaidn."
"Arbeiten? sowas müssen Sie uns doch aber mitteilen. Wo waren Sie denn arbeiten?"
"In Bayrn, beim Wanderzirkus."
"Und warum haben Sie dann nicht auf unsere Anrufe reagiert?"
"Ich hadde mir 'n Fuß vorlädzd, deswegen konnd isch nisch gomm...Un isch hadde och geen
Gäld"
"Und Sie sind jetzt nicht mehr da weil..."
"Weil'sch mir'n Fuß vorlädzd habbe!"
Teilnehmer wieder da, Fuß ganz. Nur jedes Mal wenn er den Raum verlässt klingt das Manegenlied in unseren Köpfen...
(Frau K.)
INveNTaR
Geschäftiges Treiben im Büro. Zwei machen Telefondienst für sieben. Es klopft. Teilnehmer aus dem Bereich Lager kommen und wollen das Inventar des Büros aufnehmen. einer schreibt, der andere kriecht unter Tischen und Stühlen herum, um Nummern draufzukleben- während wir daran und darauf arbeiten.
Kommentare:
"In zwei Wochen kommen eh Neue und machen das Gleiche nochmal"
"Kriegen wir auch Nummern?"
"Na sie gehörn' doch och schon zum Inventar!"
Wenn es sogar schon die Teilnehmer wissen....
(Frau K.)
Kommentare:
"In zwei Wochen kommen eh Neue und machen das Gleiche nochmal"
"Kriegen wir auch Nummern?"
"Na sie gehörn' doch och schon zum Inventar!"
Wenn es sogar schon die Teilnehmer wissen....
(Frau K.)
Montag, 11. Juni 2012
aLltAg
3 Versuche eine Mitarbeiterin des Jobcenters zu erreichen: kein Erfolg
4 Versuche einen Teilnehmer zu erreichen: keine Antwort
3 Hausbesuchsankündigungen verschickt
1 Bericht geschrieben
Unterricht vorbereitet
$% Anrufe für andere entgegengenommen
§" mal vom zweiten in den ersten in den dritten und wieder in den ersten Stock geflitzt
Katzenfotos in der Mittagspause gezeigt
5 Tassen Erkältungstee getrunken
Wort des Tages:
Kompetenzbilanzierungsvervollständigung
noch Fragen?
(Frau K.)
4 Versuche einen Teilnehmer zu erreichen: keine Antwort
3 Hausbesuchsankündigungen verschickt
1 Bericht geschrieben
Unterricht vorbereitet
$% Anrufe für andere entgegengenommen
§" mal vom zweiten in den ersten in den dritten und wieder in den ersten Stock geflitzt
Katzenfotos in der Mittagspause gezeigt
5 Tassen Erkältungstee getrunken
Wort des Tages:
Kompetenzbilanzierungsvervollständigung
noch Fragen?
(Frau K.)
Freitag, 8. Juni 2012
rEcHTsChREIbuNg
Kunst kann man krähieren
Sachen werden gepugelt
Zum Mittag bestellen wir selbstgenähte rote Grütze
man kann bei jemandem denken
und sich selber bezichnet man auch ab und zu als SözPad
...
(Frau K.)
Sachen werden gepugelt
Zum Mittag bestellen wir selbstgenähte rote Grütze
man kann bei jemandem denken
und sich selber bezichnet man auch ab und zu als SözPad
...
(Frau K.)
Donnerstag, 7. Juni 2012
rÜecKMeLdUnG
Der offenbar stark alkoholisierte Teilnehmer ruft an:
"Hallo?"
"Bist du dorheeme?"
"Hallo? Können Sie mir bitte Ihren Namen sagen?"
unverständliches Gemurmel
...
Eine halbe Stunde später:
"Hallo?"
"Is de Buggie da?"
"Herr XY, Sie haben Ihren Maßnahmeträger angerufen."
"Wän?"
"Ihre Arbeit."
"Ja, morschn. [lange Pause] Is' de Buggi da irschndwo?"
"Nein, Ihre Frau ist nicht hier, Herr XY."
"Das weesch och! Isch gugge grahde DreiSadd."
"Wir sehen uns dann ja morgen, Herr XY."
"Un wär is da?"
"Die Frau A von ihrer Arbeit"
"Du gannsd mich och [Vorname] nennen"
"Bis morgen Herr XY!"
...
Zehn Minuten später:
"Hallo?"
"Hior, meine Chefin had mich angerufen!"
"Die Frau B ist Ihre Sozialpädagogin, hier ist Ihre Arbeit"
"Ja, abor die hat mich doch anegrufn!"
"Ja, wir wollten wissen, ob es Ihnen gut geht. Wir sehen uns dann ja morgen."
"De Chefin hat doch angerufen!"
"Ja, das klären wir dann morgen!"
...
Fünf Minuten später lassen wir das Telefon zehnmal klingeln, bis ein Kollege entnervt das Telefon ergreift:
"Hier ist die Arbeit Herr XY, Sie wählen immer wieder die falsche Nummer!"
"Ich suche de Buggi!"
"Hier ist der Verein, die Firma, die Arbeit! Schauen Sie bitte auf Ihr Telefon, sie wählen immer wieder die falsche Nummer. Bis morgen Herr XY!"
...
Weitere fünf Minuten später, die Kollegin ist inzwischen allein im Büro:
"[Name des Trägers], Frau B, Guten Tag"
"Wo bistn Du?"
"Hier ist Ihre Arbeitsstelle, Herr XY"
"Na da gehsch morschn hin."
"Ja, genau. Dann also bis morgen!"
"Sollsch morschn arbaidn gomm?"
"Ja, darüber würde ich mich freuen."
"Du gannsd ruisch [Vorname] zu mir saachn.."
"Das werde ich nicht Herr XY, bis morgen!"
...
Es folgten noch drei weitere Anrufe wie der Letzte...
(Frau K.)
"Hallo?"
"Bist du dorheeme?"
"Hallo? Können Sie mir bitte Ihren Namen sagen?"
unverständliches Gemurmel
...
Eine halbe Stunde später:
"Hallo?"
"Is de Buggie da?"
"Herr XY, Sie haben Ihren Maßnahmeträger angerufen."
"Wän?"
"Ihre Arbeit."
"Ja, morschn. [lange Pause] Is' de Buggi da irschndwo?"
"Nein, Ihre Frau ist nicht hier, Herr XY."
"Das weesch och! Isch gugge grahde DreiSadd."
"Wir sehen uns dann ja morgen, Herr XY."
"Un wär is da?"
"Die Frau A von ihrer Arbeit"
"Du gannsd mich och [Vorname] nennen"
"Bis morgen Herr XY!"
...
Zehn Minuten später:
"Hallo?"
"Hior, meine Chefin had mich angerufen!"
"Die Frau B ist Ihre Sozialpädagogin, hier ist Ihre Arbeit"
"Ja, abor die hat mich doch anegrufn!"
"Ja, wir wollten wissen, ob es Ihnen gut geht. Wir sehen uns dann ja morgen."
"De Chefin hat doch angerufen!"
"Ja, das klären wir dann morgen!"
...
Fünf Minuten später lassen wir das Telefon zehnmal klingeln, bis ein Kollege entnervt das Telefon ergreift:
"Hier ist die Arbeit Herr XY, Sie wählen immer wieder die falsche Nummer!"
"Ich suche de Buggi!"
"Hier ist der Verein, die Firma, die Arbeit! Schauen Sie bitte auf Ihr Telefon, sie wählen immer wieder die falsche Nummer. Bis morgen Herr XY!"
...
Weitere fünf Minuten später, die Kollegin ist inzwischen allein im Büro:
"[Name des Trägers], Frau B, Guten Tag"
"Wo bistn Du?"
"Hier ist Ihre Arbeitsstelle, Herr XY"
"Na da gehsch morschn hin."
"Ja, genau. Dann also bis morgen!"
"Sollsch morschn arbaidn gomm?"
"Ja, darüber würde ich mich freuen."
"Du gannsd ruisch [Vorname] zu mir saachn.."
"Das werde ich nicht Herr XY, bis morgen!"
...
Es folgten noch drei weitere Anrufe wie der Letzte...
(Frau K.)
Mittwoch, 6. Juni 2012
SpRAcHBaRRiEre
Unterricht Deutsch als Fremdsprache:
zwei vietnamesische, fünf russische und zwei portugiesische Muttersprachler unterhalten sich während der Frühstückspause in einem scheinbaren Wirrwar aus ihren Muttersprachen, Deutsch und etwas Englisch. Bei Unterrichtsbeginn strahelen alle und meinen, sie hätten sich gegenseitig sehr gut verstanden.
Kann die Welt nicht immer so sein?
(Frau K.)
zwei vietnamesische, fünf russische und zwei portugiesische Muttersprachler unterhalten sich während der Frühstückspause in einem scheinbaren Wirrwar aus ihren Muttersprachen, Deutsch und etwas Englisch. Bei Unterrichtsbeginn strahelen alle und meinen, sie hätten sich gegenseitig sehr gut verstanden.
Kann die Welt nicht immer so sein?
(Frau K.)
mUtTErLiEbE
Teilnehmerin:
"Ä Kumpl hat vlei ä Job für mich. Im Westen drüben. Ich geh da putzen, das mach mir nüschd! Un wenn mei Kleener (14) da nich mit will, da geht'or ins Heim, das is' mir och egal!"
...
(Frau K.)
"Ä Kumpl hat vlei ä Job für mich. Im Westen drüben. Ich geh da putzen, das mach mir nüschd! Un wenn mei Kleener (14) da nich mit will, da geht'or ins Heim, das is' mir och egal!"
...
(Frau K.)
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